Sonntag, 28. Dezember 2014

Kichererbsenbraten 2.0

Zeit, alte Gerichte mal wieder nachzukochen bzw. backen. Heute: Kichererbsenbraten.
Da es im vergangenen Herbst bei real,- super Konserven-Angebote gab (Kichererbsen, Dicke Bohnen, Kidneybohnen, Champignons im Glas...) und ich da mal so richtig zugeschlagen habe, hatte ich praktischerweise alles dafür im Haus. Einige Änderungen zum Rezept der Weihnachtsinspiration: Kichererbsenbraten mit Lauchsauce gab es allerdings trotzdem....



Für den Kichererbsenbraten:

2 Dosen Kichererbsen (zu je: Füllmenge 400g / 265g Abtropfgewicht)
2 EL Hefeflocken
100g Laugenbrötchen, gewürfelt
85g geriebene Cashewkerne

1 Zwiebel, in Würfeln
1 Glas Champignons in Scheiben (170g Abtropfgewicht)

ca 12 EL Gemüsebrühe (flüssig; nicht das Pulver ;))
1/2 Bund Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

1 Rolle (275g) veganen Blätterteig (z.B. von Aldi Süd; ich hab den "light" gewählt)
Wasser (oder Pflanzendrink bzw. -sahne) zum Bestreichen

Ofen auf 200°C Umluft vorheizen.

Kichererbsen in einem Sieb waschen und abtropfen lassen. Mit einem Mixer die Kichererbsen, den Hefeflocken, Laugenbrötchenwürfel und die Cashewkerne pürieren. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Pilze und Zwiebeln etwa 4 Minuten dünsten.
Die pürierte Kichererbsenmasse zu den Pilzen/Zwiebeln geben. Petersilie und Gemüsebrühe zufügen und alles gut vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen.
Ist die Masse abgekühlt, mit den Händen alles nochmal verkneten und gegebenenfalls nochmal würzen.

Den Blätterteig aufrollen und die Kichererbsenmasse darauf brotlaibförmig anhäufen. Rundum sollte allerdings 5-7 cm Platz frei gelassen werden. Zuerst an den kurzen Seiten einschlagen, dann an den langen - das gelingt am Besten, wenn man den Blätterteig auf diesem Stückchen Papier belässt, mit dem er meist eingerollt wird. Einfach den Teig dann mitsamt Papier umschlagen und festdrücken, dann vorsichtig das Papier abziehen. Fortfahren, bis alle Ränder auf diese Weise eingeklappt sind.   Die Ränder schön fest andrücken und mit der Seite, an der der Braten geschlossen wurde, nach unten auf ein mit einem angefeuchteten Backpapier belegtes Backblech legen. Die Oberseite rautenförmig einschneiden und mit Wasser (bzw. Pflanzendrink/sahne) bestreichen.

Für 25-30 Minuten bei 200°C backen.


Als Sauce habe ich diesmal aus Pflanzencuisine (Rice von Alpro), einem weitere Glas Champignons, Petersilie und Gewürzen (unbedingt probieren: Herbaria Waldeslust!!) gekocht - passt gut zum Braten.




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Sonntag, 21. Dezember 2014

Vego: Karamelliserade pepparkakspopcorn (Karamellisiertes Pfefferkuchenpopcorn)

Das Rezept stammt aus der schwedischen Zeitschrift "VEGO", die mit lauter leckeren, hauptsächlich veganen Rezepten gefüllt ist. Da ich das Heft hier in Deutschland nicht bekomme, habe ich es mir von meiner Schwedisch-Lehrerin aus Stockholm mitbringen lassen.


Es sind 70 Rezepte enthalten, mit dem Schwerpunkt Weihnachten. In einigen werden "spezielle" Zutaten verwendet, die es nur in Schweden gibt (z.B. Produkte von Astrid & Aporna - das sind die Produkte, mit den süßesten Verpackungsbildern aufm Vegan-Markt), aber viele Ersatzprodukte werden nicht gebraucht.

Besonders interessant finde ich auch die Kauftipps für neue vegane Produkte. Da ich nächstes Jahr nach Schweden fahre, befürchte ich, dass ich ne ziemlich lange Einkaufsliste haben werde, so viel wie sich da in den letzen 2 Jahren getan hat - laut Quorn Sverige soll es 2015 in Schweden sogar vegane Quorn-Produkte geben... ich bin gespannt (probiert habe ich Quorn noch nie - in Deutschland sind die ja nicht vegan).

Die Weihnachtsausgabe hat 59:- gekostet, was etwa 6,30€ entspricht.


Karamelliserade Pepparkakspopcorn



Das Rezept ist etwas angepasst, weil ich nicht mehr so viel Popcorn-Mais im Haus hatte. Die dl-Angaben habe ich einfach in Gramm umgerechnet, weil mein dämlicher IKEA-dl-Messbecher irgendwie total unpraktisch ist (Weißes in einem weißen Becher mit durchsichtiger Skala messen ist irgendwie sinnlos.. man erkennt nichts... NICHTS.) Da der schwedische "Strösocker", der verwendet wird, wohl nicht dem deutschen Haushaltszucker entspricht und gröber ist, habe ich - danke des Buches "Schwedisch Backen" aus dem Pala Verlag - herausgefunden, dass ich diesen wunderbar durch gröberen Vollrohrzucker ersetzen kann. Aber ich denke, dass es mit normalem weißen (oder braunen) Zucker auf jeden Fall auch funktionieren wird.

Man braucht:

125g Popcorn-Mais (günstig gibts den z.B. bei real,- von der Eigenmarke)
Öl (im Rezept steht Raps, ich hab Sonnenblumenöl verwendet)

125g Vollrohrzucker
1,5 EL Alsan
1,5 TL Lebkuchengewürz*

* da mein Popcorn nur sehr wenig nach Lebkuchen geschmeckt hat, würde ich das nächste Mal mehr Gewürz rein machen - insgesamt 2 TL (ausprobieren konnte ich es mit der vorgeschlagenen Änderung allerdings aufgrund des Popcorn-Mais-Mangels noch nicht).

Vorbereitung:
2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

In einem großen Topf so viel Öl geben, bis der Boden komplett mit einer dünnen Schicht bedeckt ist. Popcorn-Mais dazu geben, Deckel auf den Topf setzen. Bei mittlerer Hitze den Mais zu Popcorn poppen lassen. Eventuell den Topf etwas schütteln, wenn das Poppen weniger wird.
Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Zucker in einen Topf geben und unter Rühren solange sachte erhitzen, bis er anfängt, etwas flüssig zu werden (bei weißem Zucker: bis er fast bernsteinfarben ist), Nun die Alsan und das Lebkuchengewürz zufügen und weiterrühren, bis die Mischung dickflüssig geworden ist.

Die Karamellmischung zum Popcorn schütten und schnell alles gut miteinander vermengen. Zum vollständigen Auskühlen und Aushärten des Karamells das Popcorn auf die vorbereiteten Bleche geben. Hierbei kann man auch zu große Popcorn-Karamell-Gebilde auseinander bröseln.

Total lecker! In der Zeitschrift findet man das Popcorn unter der Überschrift "Ätbara presenter", also essbare Geschenke und es wird vorgeschlagen, dieses in kleinen Tütchen zu verschenken. Eine nette Idee, wie ich finde.


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Essbare Christbaumkugeln


Ziemlich einfach gemacht und sieht - finde ich - recht hübsch aus. Da ich auch dieses Jahr keinen Christbaum habe (n möchte), hat sich der grüne Teller dazu bereit erklärt, den Platz des Christbaumes einzunehmen.

Auch von den Zutaten & der Zubereitung ist der Aufwand nicht allzu groß; man braucht:

Pumpernickel aus der Dose (die großen, nicht die kleinen)
heller Brotaufstrich (z.B. Soyananda, Hummus, Tofu-Kräuter-Aufstrich - für farbliche Akzente eignet sich bunter Brotaufstrich wie z.B. Rote Bete Meerrettich oder Tomatenmark)
Gemüse nach Wunsch (Paprika in rot, gelb, orange und grün, Gurke, Cocktail-Tomaten in rot und gelb - je bunter, desto besser)
Zahnstocher

Für eine Christbaumkugel werden 2 Pumpernickel benötigt, die mit einer Lage (hellen) Brotaufstrich zusammen geklebt werden. Auf eines der Brotscheiben wird oben eine helle Schicht Aufstrich verteilt und darauf wird nach Lust und Laune das in Streifen und Ringe geschnittenes Gemüse musterförmig aufgelegt. Je eine halbe (gelbe) Tomate auf einen Zahnstocher spießen und das Ende es Zahnstochers zwischen die zwei Brotscheiben schieben. Fertig!




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Samstag, 13. Dezember 2014

Oreo* Snowmen Pops - Vegane Weihnachtsbäckerei VI



Für 4 Oreo Snowman Pops

4 Doppel-Kakaokekse mit Vanillecreme-Füllung (z.B. Oreo oder Black Magic Kekse)
(es ist allerdings ratsam, mehr Kekse als benötigt zu haben, denn es kann immer mal vorkommen, dass beim Aufdrehen der Kekse einer zerbricht oder die Füllung zu ungleichmäßig ist)
5 große weiße Schakalode-Buttons
4 Cake-Pop-Stiele (z.B. von dm "profissimo", 48 Stck - 1,95€; oder Eisstiele)

Dekoration & Überzug
25 große weiße Schakalode-Buttons
8 Zartbitter Schokotröpfchen (z.B. von RUF, Dr. Oetker)
orange-farbenes Fondant (Alternativ: weißes Fondant oder Marzipan mit Lebensmittelfarbe einfärben)
etwas Zartbitter-Schokolade (ich hab die Feine Bitter Mini-Tafel 12,5 g von VIVANI verwendet)
1 Schaschlik-Spieß


So gehts:
Die 5 großen Schakalode-Buttons langsam im Wasserbad schmelzen.
Die Doppelkekse vorsichtig auseinander drehen. Auf ein Brett legen und mit einem Cake-Pop-Stiel sachte etwas von der Cremefüllung abkratzen, sodass der Stiel "Keks-auf-Keks" liegen kann.


Jeweils das Ende eines Stieles in die Schakalode tunken und in die freigekratzte Rille auf den Keks mit Vanillecreme legen. Den 2. Keks vorsichtig darauf setzten. Ist die Cremefüllung zu ungleichmäßig verteilt, kann man den Deckelkeks mit etwas Schakalode bedecken, um so Unebenheiten auszubessern. Unter Umständen kann das etwas dauern, bis man die passende Technik für sich herausgefunden hat. Für mindestens 1h in den Kühlschrank stellen, damit die Schakalode hart werden kann.

In der Zwischenzeit kann man aus dem orange-farbenem Fondant (ich habe den weißen von Dr Oetker eingefärbt) oder das Marzipan zu kleinen Kegeln rollen, die später die Nasen der Schneemänner werden sollen.


Nach der Kühlzeit die 25 Schakalode-Buttons mit der Rest-Weißen-Schaki schmelzen und mit Hilfe eines Löffels die Kekse überziehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett  legen - so lassen sie sich nach dem Trocknen einfacher lösen.

Jeweils eine "Karotte" mittig auf dem schoko-ummantelten Keks setzen, darüber je 2 Schokotröpfchen als Augen. Für den Mund sind diese Tröpfchen allerdings zu groß, deshalb wird dieser erst nach dem vollständigen Abkühlen der Schakalode aufgetupft,

So sehen sie aus wie Küken... nicht schlecht für Ostern!

So lange in den Kühlschrank legen, bis die Schalalode-Schicht komplett abgekühlt ist.

.....

Die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen. Das flache Ende eines Schaschlik-Spießes in die Schokolade tunken und unterhalb der Nase je 5 Punkte halbkreisförmig auftupfen. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.




Schmecken sooooo gut!


* Oreo steht hier stellvertretend für alle veganen Schoko-Doppelkekse mit Cremefüllung... so wie Tempo für Papiertaschentuch steht ;)
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Montag, 8. Dezember 2014

Mandelstollen-Kringel - Vegane Weihnachtsbäckerei V


Für 9 Kringel

Teig:
250g Dinkelmehl Typ 630
1 Tütchen Trockenhefe (1/2 Würfel frische Hefe)
1/2 EL Vanillezucker
65ml Pflanzendrink

35g Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Abrieb einer Zitronenschale
1 TL Lebkuchengewürz
75g weiche Alsan oder Deli Gutes Backen)
125g gemahlene Mandeln (oder: 75g gemahlene Mandeln + 50g gehackte Mandeln)

30 - 50g Flüssige Alsan (oder Deli Gutes Backen) zum Bestreichen
Puderzucker

Außerdem:
1 CroRing-Ausstecher (z.B. von Kaiser) oder ein großes Glas (Ø 8cm) und ein kleineres Glas (Ø 4cm)
Wellholz
Backblech mit Backpapier
Pinsel & Sieb


Mehl in eine große Schüssel sieben und mittig eine Mulde formen, in die die Hefe geschüttet bzw. gebröselt und mit dem Vanillezucker bedeckt wird. Mit 2 EL lauwarmen Pflanzendrink vermengen und an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Zucker, Salz, Zitronenschale, Lebkuchengewürz, weiche Alsan, gemahlene Mandeln und restlicher Pflanzendrink zum Vorteig geben und alles zu einem Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1h gehen lassen.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Teig nochmal durchkneten und mit einem Wellholz ca. 2 cm dick ausrollen. Mit dem CroRing (oder den Gläsern) insgesamt 9 Ringe ausstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt nochmal 30 Minuten gehen lassen.

18 - 20 Minuten backen, bis die Kringel oben leicht braun sind. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

In einem Topf die Alsan schmelzen, die abgekühlten Kringel damit bestreichen und dick mit Puderzucker bestreuen. Wiederholen.

Die Mandelstollen-Kringel müssen nicht ruhen und können gleich gegessen werden.

Zusammen mit einen Tannenbaum-Muffin & einem Lebkuchen-Kaffee - vorweihnachtlich =)

(warum das Bild hier so extrem farbintensiv ist.. keine Ahnung. Auf dem PC sieht das nicht so aus -.-
mysteriös... wie die Bilder, die sich hier nicht drehen lassen *mipmipmip*)
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Gefüllte Blumenkekse


Okay, ich gebe es zu: diese perfekten Kekse sind Teil einer Backmischung gewesen. Schon fies irgendwie, so ein Ergebnis. Jedenfalls war das Teigpulver in der "Backmischung für Ausstechplätzchen"-Box von Penny drin, und wie schon geschrieben, wollte ich diese Dose haben, nicht aber diese Backmischung. Aber da diese nun mal vorhanden war und - welch Zufall, man glaubt es kaum - sogar vegan war, hab ich einfach diese dafür verwendet.

Die Blumenkekse wurden auch schon mit einem normalen, selbstgemischten Plätzchenteig ausgestochen, wobei ich hier noch nicht die perfekte Ausrolldicke gefunden habe (der letzte Versuch scheiterte bei 0,7cm: zu dick. Ich würde stark zu 0,6cm tendieren, falls ich dieses Jahr nochmal Blumenkekse backen sollte - momentan ist die Dose allerdings randvoll & ich habe noch so viel vor!).


Für 36 kleine Blumenkekse braucht man:

1 Portion Ausstechteig (z.B. 250g Mehl, 170g Margarine (z.B. Deli Gutes Backen) und 60g Zucker; alles zu einem Teig verknetet und ein paar Stunden im Kühlschrank gelagert)
1 Blumenausstecher
1 Mini-Muffinblech mit 24 Mulden
Optional: 1 (Caipirinha-)Stößel

Verschiedene Fruchtgelees (z.B. Johannisbeergelee, Pfirsichgelee), Schokolade (hell, dunkel)
Optional: Zuckerdekor

Wellholz und Mehl für die Arbeitsfläche


Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Teig auf einer dünn bemehlten Arbeitsfläche möglichst gleichmäßig ausrollen, etwa 0,6 cm dick. Blumen ausstechen, mittig (was nicht immer so einfach ist) auf die Muffin-Mulde lege und mit dem glatten Ende des Stößels vorsichtig hineindrücken. Das kann man auch mit dem Finger machen, allerdings wird das Ergebnis nicht so schön gleichmäßig. (Die Muffin-Form kann, muss aber nicht, eingefettet werden, damit sich die Blümchen nach dem Backen leichter aus der Form lösen).




Auf mittlerer Schiene etwa 10 - 14 Minuten backen.

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Einen Gefrierbeutel mit ein paar EL Gelee oder geschmolzener Schokolade befüllen und ein kleines Loch in die Ecke schneiden. Nun die Blumenkörbchen befüllen und komplett trocknen lassen. Das Trocknen dauert, je nach gewählter Füllung, von ein paar Stunden (Schoko) bis zu ein paar Tagen (Gelee). Dafür können die Blumen allerdings aus ihrer Form genommen werden.



In einer Dose aufbewahren.


Hier sieht man noch die Ergebnisse mit heller & dunkler Schokolade (+ Zuckerdekor) und der Pfirsich-Füllung.

Außerdem:
Haselnussmakronen
Rudolph Reindeer-Cookies
Schwarz-weiß-Gebäck
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Sonntag, 7. Dezember 2014

Rudolph Reindeer Cookies / Rudolf Ren Pepparkakor - Vegane Weihnachtsbäckerei IV


Ich liebe nordische Hirscharten, vor allem Elche und Rentiere. Zur Weihnachtszeit lassen sich gerade letztere auch immer häufiger in weihnachtlich-festlich dekorierten Kaufhaus- bzw. Supermarktregalen in ganz Deutschland beobachten.

In meiner Wohnung sind die das ganze Jahr anzutreffen, dieses Jahr auch in Form von harmlosen Keksen auf meinem Plätzchenteller.

Die Kekse sind ganz einfach gemacht, auch wenn das Dekorieren (wenn man sich so ungeschickt anstellt wie ich) etwas länger dauern kann.

Den Teig, den ich verwendet habe, ist ein gekaufter: Pepparkaka Deg von IKEA, aber jeder selbst zusammengeknetete Ausstech-Plätzchenteig (3-2-1 Teig) ist dafür bestens geeignet. Falls mich jemand fragen sollte, ob ich den IKEA Teig nochmals verwenden würde: Nein. Ich fand die Handhabung des Teiges etwas umständlich; beim Backen verlaufen, beim Lösen vom Blech teilweise zerbrochen, die Backtemperatur- und dauer fand ich schwer einzuschätzen - vielleicht lag es ja auch an meinem (sehr ungleichmäßig heizenden) Ofen oder an meiner "Angst" Gebäck zu früh aus dem Ofen zu holen. Nachdem der Teig nach dem Backen sehr weich war, wurde er hart... danach wieder weich und sehr empfindlich: Stichwort zerbrechlich (nicht krümelig zerbrechlich sonder feucht-zerbrechlich-rissig). Immerhin haben sie die vielen Transporte zwischen Küche, Dose, Teller, Dose (usw.) gut überstanden und geschmacklich sind sie eh total lecker!


Für 10 Rentiere braucht man:

1 Packung "Pepparkaka Deg" von IKEA (Zutatenliste) oder anderen Ausstech-Teig
1 Ausstechform "Lebkuchenmann" (z.B. von Stätder)

Für die Dekoration:
Zartbitterschokolade bzw. Kuvertüre (Menge kann ich leider nicht sagen, hab Reste verwendet)
Weißes Fondant (z.B. von Dr. Oetker)
Schokotröpfchen in Zartbitter (z.B. von Dr. Oetker oder RUF)
Zucker-Herzen für die Nase (z.B. von Günthart)
Optional: kleine gelbe Zuckersterne (z.B. von Cynthia Barcomi)

"Kuchen Dekor Stift" (oder kleine Spritze, Butterbrottüte mit abgeschnittener Ecke)
Kleiner Kreisausstecher (in meiner Verzweiflung habe ich den Deckel meines Nasensprays verwendet, alles andere, was ich gefunden habe, war zu groß -.-)
Mit Backpapier ausgelegte Backbleche


*laut Dr. Oetker vegan; siehe Liste veganer Produkte




Anleitung für Kekse mit dem IKEA-Pfefferkuchenteig:

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen

Teig nicht zu dünn ausrollen und Lebkuchenmänner ausstechen. Mit genügend Abstand zueinander auf das Backblech legen und ca. 10 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und vorsichtig auf die Arbeitsfläche stürzen (ich hab hierzu das Backpapier in der Mitte längs durchgeschnitten, sodass ich immer 2 stürzen konnte). Dort vollständig erkalten lassen.


Schokolade bzw. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und in den "Kuchen Deko Stift" (Spritze oder Beutel) füllen. Männchen umdrehen und auf den Kopf des Lebkuchenmannes die Konturen eines Rentierkopfes zeichnen (die Arme werden die Ohren) und alles mit Schokolade ausfüllen. Ein Geweih aufmalen (die Beine werden das Geweih), Wer möchte, kann die Enden mit kleinen Zucker Sternen dekorieren. Für die Nase ein Zuckerherz verwenden. Trocknen lassen.


Fondant ausrollen (nicht zu dick, sonst werden es (in dem Fall) unschöne Glubschaugen) und kleine Kreise ausstechen. Jeweils 2 oberhalb der Nase platzieren und festdrücken. In die Mite der weißen Kreise nun ein Schokotröpfchen setzen. Fondant trocknen lassen.






Und zusammen mit vielen anderen Plätzchen fühlen sie sich sichtlich wohl. Dazu ne heiße Schokolade mit Marshmallows (freemallows mit vanille von vantastic foods - erinnern mich an die Watterollen vom Zahnarzt *uuh*).

Haselnussmakronen, Schwarz-Weiß-Gebäck & Keks-Blumen, gefüllt mit heller und dunkler Schokolade und verschiedenen Marmeladen. 

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Samstag, 6. Dezember 2014

Ho... ho... hoppala - oder auch: Der Nikolaus, der in meinen Muffin stürzte - vegane Weihnachtsbäckerei III

Bei mir gibt es heute Muffins. 4 Nikoläuse sind unglücklicherweise in meinen Muffins gelandet (vielleicht ist das der Grund, warum mein Stiefel heute leer war?!), aus 4 weiteren sind festlich geschmückte Tannenbäume gewachsen...



Was man dafür braucht:

6 Schokomuffins (Hälfte von diesem Rezept, ohne Kokosfüllung)
6 Zitronenmuffins (nach diesem Rezept)

Die Muffins am Vortag zubereiten, damit sie für die Dekor richtig ausgekühlt sind)

Dekoration:
8 vegane Eis-Tüten (z.B. von Tekrum)
Farbiger Zucker in rot & grün (gekauft, oder nach dieser Anleitung)
Puderzucker
Lebensmittelfarbe in rot & grün
vegane Marshmallows (z.B. Freemallows "vanille" von vantastic foods)
Zuckersterne in weiß & gelb (z.B. von Cynthia Barcomi)

Buttercreme:
80g Alsan, zimmertemperatur
85g gesiebter Puderzucker




Vorbereitung:
Aus 80g zimmerwarmer Alsan und 85g Puderzucker eine Butercreme anrühren. In eine Spritztüte geben und kühl stellen.

Für die Nikoläuse:


Etwas rote Lebensmittelfarbe in 1,5 EL Wasser auflösen und mit 60g Puderzucker glatt anrühren. 4 Eiswaffeln damit dünn bepinseln und großzügig mit dem roten Zucker bestreuen. Trocknen lassen.

Die Marshmallows halbieren und je eine Hälfte als Mützen-Bommel auf die Eistüte setzen.


Mit der Buttercreme einen großen Kreis auf die hellen Muffins spritzen, die Tüte vorsichtig darauf setzen und leicht andrücken.


Fertig =)




Für die Tannenbäume:


Etwas grüne Lebensmittelfarbe in 1,5 EL Wasser auflösen und mit 60g Puderzucker glatt anrühren. 4 Eiswaffeln damit dünn bepinseln und großzügig mit dem grünen Zucker bestreuen. Trocknen lassen.

Mit der Buttercreme einen großen Kreis auf die dunklen Muffins spritzen, die Tüte vorsichtig darauf setzen und leicht andrücken.

Die übrig gebliebene grüne Zuckerguss solange mit Puderzucker vermengen, bis eine sehr dickflüssige Masse entstanden ist. Diese in einen Butterbrotbeutel geben und ein kleines Eck abschneiden.

Auf die Spitze der grünen Zucker-Eistüte einen Zuckergusspunkt geben und einen (weißen) Zuckerstern darauf setzen. Den restlichen Tannenbaum mit kleinen (gelben) Sternen dekorieren. (Da ich keine Pinzette zur Hand hatte, habe ich eine Schwere genommen, sachte ein Sternchen dazwischen geklemmt, einen Tupfer Zuckerguss auf die Rückseite getan und das Sternchen sanft auf den Baum gesetzt). Trocknen lassen.


Fertig =)







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Wie macht man eigentlich bunten Zucker?

Farbigen Zucker kann man schon fertig kaufen (z.B. von Wilton oder FunCakes, meist sind dort weniger als 100g Farbzucker enthalten und für um die 5€ recht teuer. Zudem muss man bei z.B. rotem Farbzucker auf E120 achten (wie bei FunCakes)). Aber auch wunderbar und superschnell in beliebig großen Mengen für wenig Geld selber machen.

Eigentlich wollte ich die Sugarflair "poppy red" verwenden, befand sie aber in einem "komischen Zustand + komisches Verhalten in Wasser aufgelöst" (da schon länger offen & schon lange nicht mehr verwendet) und bin dann auf Wilton "Red Red" umgestiegen, nur um festzustellen, dass die doch tatsächlich den selben Zustand hat. 
Das grün ist ebefalls von Wilton: "Leaf Green".

Man braucht:
- normalen Haushaltszucker 
- leere Marmelade-Gläser
- Gefrierbeutel 
- Lebensmittelfarbe
- kleine Schälchen oder Gläser
- Wasser

Backofen, Blech & Backpapier, Sieb

Bei meiner Recherche im Internet, wie man bunten Zucker machen kann, bin ich auf 2 Möglichkeiten gestoßen, dies zu tun:

1. Zucker in ein Glas geben. In ein paar Tropfen Wasser die Lebensmittelfarbe auflösen und zu dem Zucker ins Glas kippen. Schütteln. Schütteln. Schütteln.

Ich hab mich zunächst für diese Variante entschieden, weil diese im Video so einfach aussah. Allerdings hatte ich anstatt schön gleichmäßig gefärbtem Zucker in der Mitte einen großen roten Klumpen, der, allerdings nur der, mit Zucker bedeckt war. Der restliche Zucker blieb weiß. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Ich empfehle Möglichkeit 2.

2. Zucker in eine Gefrierbeutel geben, In ein paar Tropfen Wasser die Lebensmittelfarbe auflösen und zu dem Zucker in die Tüte kippen. Schütteln und dann die Farbe gleichmäßig einmassieren.

Da die entstandene Zuckermasse feucht ist und der Zucker sich so schlecht streuen lässt, muss das Ganze jetzt bei 160°C (Umluft) für ca. 10 Minuten in den Ofen. Danach sieht es so aus:



Krümelige Zuckerplatten, die nun gesiebt werden:


Und als feiner Zucker im Glas landen, in dem sie für lange Zeit aufbewahrt werden können:

Falls der Zucker sich verfestigt, einfach das Glas mehrmals schütteln, dass sollte sich alles wieder lösen. Von der Farbintensität ist der selbst gemachte Farbzucker zwar nicht so kräftig wie der gekaufte, aber ich bin damit mehr als zufrieden, zumal sich so echt ne Menge Geld sparen lässt!



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Freitag, 5. Dezember 2014

Stollenkonfekt - vegane Weihnachtsbäckerei II


Für 34 kleine Stollenkonfekte

600g Mehl (Dinkel Typ 630)
1,5 Päckchen Trockenhefe
1 TL Backpulver
100g Zucker
100g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
1 TL Lebkuchengewürz
1 EL Orangenschale
170ml Pfanzendrink
250g Margarine (z.B. Deli)

45g gehackte Mandeln
100g Marzipan, in kleinen Würfeln
(wer mag: 80g Rosinen)

80g Margarine, flüssig (+ evtl. mehr)
120g Puderzucker (+evtl. mehr)


Mehl, Hefe, Backpulver, Zucker, Haselnüsse, Salz, Lebkuchengewürz und Orangenschale in einer großen Schüssel gut miteinander vermengen. Pflanzendrink erwärmen (lauwarm) und zusammen mit der Margarine zu den trockenen Zutaten geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1h gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Teig nochmals durchkneten und auf der Arbeitsfläche etwas ausrollen. Auf den Teig nun das gewürfelte Marzipan und die gehackten Mandeln (+ evtl. die Rosinen) verteilen, zusammenrollen und gut durchkneten.

Den Teig nun in die gewünschte Menge portionieren - bei mir wurden es 34 Mini-Stollen à ~ 40g.
Diese Mini-Stollen auf ein Backblech legen und nochmals 20 Minuten gehen lassen.

Etwa 30 Minuten backen, bis sie oben leicht gebräunt sind.


Während des Backens die Margarine schmelzen, in einem Schüsselchen den Puderzucker mit einem Sieb bereit stellen. Sind die Stollen gebacken, aus dem Ofen nehmen und sofort mit der Margarine bespinseln und reichlich mit Puderzucker bestäuben. Vorgang nochmals wiederholen. Stollen abkühlen lassen. Gut in Frischhaltefolie verpackt etwa 1 Woche an einem kühlen Ort lagern.


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Dienstag, 2. Dezember 2014

Haselnussmakronen - vegane Weihnachtsbäckerei I

Versuch 2 ist geglückt :) Hier nun das Rezept!


Für etwa 40 - 45 Stück

Für die Schaummasse:
20g Myey EyWeiß
100ml kaltes Wasser
1 Prise Salz
1 Prise Natron
320g Puderzucker*

300g gemahlene Haselnüsse
Backoblaten
ganze Haselnusskerne


*Hat mein keinen Puderzucker im Haus - kein Problem, wenn man einen (Hochleistungs)Mixer daheim hat: einfach die benötigte Menge (+etwas mehr) in den Mixer geben und das 35-Sek. Programm laufen lassen. Ich wiederhole das Programm gerne noch einmal, nur um sicher zu gehen, dass alles ganz fein wird. Je nach verwendeter Menge staubt das ganz schön - vor allem beim zu frühen Abheben des Deckels. Daher rate ich, etwas zu warten, bis sich der Staub gelegt hat (wobei so ein rauchender Omniblend doch was hat, vor allem wenn man weiß, dass er nicht kaputt ist). Danach einfach einen Gefrierbeutel über den geöffneten Behälter stülpen und alles in die Tüte schütten. Man muss nicht unbedingt raffinierten Zucker nehmen, es funktioniert auch wunderbar mit braunem / Rohrohrzucker. Und man muss den Puderzucker nicht sieben!


Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.

In einer fettfreien Rührschüssel 100ml kaltes Wasser geben, das MyEy Eyweiß-Pulver, eine Prise Salz und das Natron  klümpchenfrei einrühren und mit den Quirlen eines Handrührgerätes alles zu einer festen Schaummasse aufschlagen, dabei das Gefäß etwas schräg halten, damit Luft untergeschlagen werden kann, Den Puderzucker einrieseln lassen und weiterrühren, bis sich dieser aufgelöst hat.

Die gemahlenen Haselnüsse portionsweise mit dem Löffel unterheben.
Meine Masse ist hierbei etwas trocken geworden, weswegen ich zusätzlich 1 - 2 TL kaltes Wasser untergerührt habe.



Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech die Oblaten verteilen. Mit Hilfe von 2 Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen. Nicht zu viel nehmen, denn beim Backen verlaufen sie etwas - deshalb auch auf genügend Abstand zwischen den Oblaten achten.

Auf jedes Makronenhäufchen mittig einen Haselnusskern setzen.

Etwa 20 Minuten backen, herausnehmen, abkühlen lassen und in einer Plätzchendose aufbewahren.


So perfekt wie die von meiner Oma sehen sie zwar nicht aus... aber ich bin mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.
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