Dienstag, 24. März 2015

Vegane Maultaschen von Bürger + Rezept ''Überbackene Maultaschen''

Es hat ja seine Vorteile, wenn man im Schwabenländle aufwächst... man bekommt von klein auf die leckersten Sachen serviert: Linsen & Spätzle, Kässpätzle... und: Maultaschen. Wie ich sie früher geliebt habe: in der Suppe, in Scheibchen angebraten mit Ei oder einfach ab in den Ofen und mit Käse überbacken. YammYamm! Als Veggie war das (dann irgendwann) auch kein Problem mehr, denn die Hersteller stellten fest: Hej! Man kann auch Maultaschen ohne Fleisch machen! (Ach ja: die Gemüsemaultaschen von Aldi Süd waren (ähm sinds bestimmt immer noch) sehr lecker - nur leider mit Ei (lieber Hersteller, falls du das liest: lass das Ei einfach weg!).

Nachdem ich mich dazu entschlossen habe, mich nur noch vegan zu ernähren, viel (mal wieder) eines weg: schnell mal in den Supermarkt gehen und bereits verzehrfertige Maultaschen aus dem Kühlregal kaufen. Die Option "selber machen" ist klasse - das steht außer Frage - aber wer hat denn immer Zeit & Lust alles selbst zumachen?

Dass es bereits vegane Fertigmaultaschen zu kaufen gibt, ist mir auch bewusst, aber ich habe leider keinen Bio-Markt, der diese anbietet und faulheitshalber sei gesagt: der REWE befindet sich nicht mal 1 Min Fußweg von mir entfernt.


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Am Montag begab ich mich also auf nach Ditzingen zum Werksverkauf von Bürger. Diese "Reise" plane ich nun schon seit 2 Wochen und gestern hats dann endlich geklappt. Warum es auch nur ein Montag sein durfte, an dem diese "Reise" stattzufinden hat, hat einen einfachen Grund: an jedem Montag im März gibts dort nochmals 15% Rabatt auf den gesamten Einkauf.

Warum Ditzingen? Ja, zum einen Werksverkauf, zum anderen findet man die veganen Bürger-Maultaschen nach Auskunft aus 2. Hand noch nicht im Einzelhandel - das soll sich wohl in den kommenden 2 - 4 Wochen ändern - also etwas gedulden muss man sich noch.


Bürger - vegane Maultaschen (6 Stk.): 300g für 3,49€ 
(Werksverkauf Montag (nur im März) - 15% = 2,97€)


Da man die Zutaten auf dem Bild schlecht erkennen kann:

Zutaten: HARTWEIZENGRIESS, Trinkwasser, 22% Gemüse in veränderlichen Gewichtsanteilen (Blattspinat, Lauch, Zwiebeln), Weißbrot (WEIZENMEHL, Trinkwasser, Speisesalz, Hefe), 8% Weizeneiweißerzeugnis (Trinkwasser, WEIZENEIWEISS), Petersilie, Rapsöl, Speisesalz, Erbsenprotein, Bambusfasern, Zucker, fraktioniertes Erbsenmehl, Verdickungsmittel: Natriumalginat,
Gewürze, Festigungsmittel: Calciumsulfat, Stabilisator: Natriumcitrate, Glukosesirup, Gewürzextrakte.


Die Maultaschen mussten dann natürlich auch gleich probiert werden, und deshalb gabs gestern dann auch Maultaschensuppe mit Muschelnudeln und Backerbsen.

In der Zubereitung unterscheiden sich die veganen Maultaschen nicht von denen mit fleischiger/gemüsiger Füllung: einfach bei kleiner Stufe 6-8 Minuten in der Brühe ziehen lassen.

(Das Bild ist leider nicht so toll geworden, da ich nur mein Handy zur Verfügung hatte - ja, ich habs tatsächlich hinbekommen, letzte Woche meine Kamera zu schrotten (ERR 99! - 7 Jahre hat sie mich treu und zuverlässig begleitet - oooh, mein Herz! - aber eine Neue ist schon bestellt) & der Akku meiner "Kleinen" war - wie immer - leer!)

Die vegane Maultasche - das Innere: eine leckere Füllung aus Blattspinat, Lauch, Zwiebeln, Seitan (hier: Weizeneiweißerzeugnis) und Petersilie. Eine gelungene Kombination!

Die Maultaschen sind in der Suppe wirklich sehr lecker, mein kleiner Kritikpunkt ist die Konsistenz, die etwas (zu) weich ist.


Da ich mich großzügig mit veganen Maultaschen eingedeckt habe, wird es die kommenden Wochen wohl mehr davon geben - in allen erdenklichen Varianten: geröstet mit "Ei" und überbacken - so viel steht schon mal fest. Vielleicht verzehr ich die ein oder andere auch roh - wer weiß :)

Ich freu mich jedenfalls schon drauf! Was mich allerdings etwas abschreckt und mich in Zukunft wahrscheinlich vor jedem Kauf zum Nachdenken bringen wird: kaufen - nicht kaufen?! - wird der Preis sein - ansonsten, so der erste Eindruck, ein gelungenes tierfreies Produkt, das mein Schwabenherz höher schlagen lässt!

Meine weiteren Zubereitungen, Erfahrungen und Eindrücke werde ich hier posten.

Update 26.03.2015:

Heute beim Marktkauf in Esslingen-Zell entdeckt; ebenfalls für 3,49€ (obwohl 2,99€ am Regal stand) bei den "normalen" Maultaschen.

Gleich aus der Packung gegessen und ich muss sagen, dass sie mir so überhaupt nicht schmecken. Trotz großen Hungers konnte ich so nur eine essen :/


Update 29.03.2015: Rezept Überbackene Maultaschen

Kennt ihr das, wenn ihr etwas kocht und es kaum erwarten könnt, es endlich zu probieren? Und kennt ihr es auch, dass man bestimmte Erwartungen an ein Gericht hat, das man in Omni- bzw. Veggie-Zeiten gegessen hat... und dann veganisiert man es und *buuuuuumm* übertrifft es alles, was man an geschmacklichen Erinnerungen übrig hat? So erging es mir heute, denn ich habe mit mit Hefelschmelz überbackene Maultaschen zubereitet... und ja, ich weine gleich, weils sooooo lecker ist!



Hierfür habe ich einfach (leider nur) 3 Bürger Maultaschen in eine kleine rechteckige Auflaufform gelegt. Meinen Hefeschmelz mach ich immer "frei Schnauze", in etwa so:

Öl in einem Topf erhitzen, Mehl (ich verwende Dinkel Type 630) einrühren und mit ungesüßtem Sojadrink (jegliche Cuisine geht auch) aufgießen, etwas eindicken lassen und vom Herd nehmen. Mit Salz, Pfeffer, Senf und Hefeflocken abschmecken. Falls die Masse zu fest wird, etwas Sojadrink nachgießen und verrühren. Zum Schluss etwas Wilmersburger Pizzaschmelz Käse (oder vergleichbares Produkt) einrühren, etwas aufkochen, damit der Käse sich auflöst.

Über die Maultaschen gießen und gut verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 30 Minuten backen.
Probierts aus - ihr werdet es nicht bereuen. :)
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Dienstag, 17. März 2015

Happy vegan St. Patrick's Day 2015! ''Shamrock inside'' cake

Oh, schon wieder der 17. März - und das bedeutet: Happy St. Patrick's Day!

Ich würde sehr gerne mal nach Irland reisen... irgendwann einmal - vielleicht wenn ich meinen nächsten runden Geburtstag feier; das ist ja erst in ein paar Jahren ;) (noch viel Zeit zum Sparen also).


Mein Frühstück heute - ja, es war eine sehr spontane Idee es so zu gestalten - bestand aus einer halben Laugenstange und einem halben Brötchen, jeweils mit Frischkäse mit Bärlauch beschmiert und Gurken- und Käse-Shamrocks belegt.




Dieses Jahr backe ich Kuchen! 

Neben den Zutaten für den bzw. die Kuchen braucht man außerdem Shamrock Cookie Cutters - und da fängt das Problem auch schon an. In Deutschland ist es irgendwie verdammt schwer, Shamrock-Ausstecher zu bekommen. In sämtlichen Irland-Online-Shops und in Backzubehörshops habe ich gesucht & gesucht & gesucht. Es gab zwar Kleeblätter - aber die waren vierblättrig und ich wollte doch original dreiblättrige. Die wenigen, die ich gefunden habe, waren dann allerdings zu groß für meine kleine Kuchenform. Letztendlich bin ich beim "bösen A" doch noch fündig geworden: ein "Shamrock Shaped 3 Piece Cookie Cutter Set" (für 13,60€) - eingeflogen aus California. Zum Glück begab ich mich schon Ende Januar auf die Suche, sodass meine Ausstecher noch rechtzeitig ankamen. 


Zunächst wird ein Kuchen (1) gebacken, der mit veganer Lebensmittelfarbe grün eingefärbt wird. Meine Form ist eine kleine Kastenform (ca. 20cm)

300g Mehl
3TL Speisestärke
110g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1,5 TL Natron
1,5 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Salz

100ml geschmacksneutrales Pflanzenöl
60ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
180ml Sojadrink "natur"
1,5 EL Apfelessig

1 Messerspitze grüne Lebensmittelfarbe (z.B. Wilton "Leaf Green")


Die trockenen Zutaten miteinander vermengen. Separat die Flüssigkeiten miteinander vermischen. Dann die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und alles mit einem Handrührgerät zu einem glatten Teig vermengen. Zum Schluss die Lebensmittelfarbe unterrühren (Menge je nach gewünschter Farbintensität dosiert).

Die Kastenform wird eingefettet und bemehlt, der Teig eingefüllt und im auf 180°C vorgeheizten Ofen (Umluft) für etwa 35 - 40 Minuten gebacken. Stäbchenprobe durchführen - wenn kein Teig hängen bleibt, Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollkommen auskühlen lassen.


In Scheiben schneiden (etwa so dick wie das Ausstecherchen) und mit dem Shamrock Cookie Cutter Kleeblätter ausstechen. Beiseite legen.





Als nächstes wird ein 2. Kuchenteig angerührt:

300g Mehl
3TL Speisestärke
110g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1,5 TL Natron
1,5 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Salz

100ml geschmacksneutrales Pflanzenöl
60ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
180ml Sojadrink "natur"
1,5 EL Apfelessig


Die trockenen Zutaten miteinander vermengen. Separat die Flüssigkeiten miteinander vermischen. Dann die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und alles mit einem Handrührgerät zu einem glatten Teig vermengen.

Die Kastenform wird eingefettet und bemehlt und 4 -5 EL der Teigmasse eingefüllt und gleichmäßig verteilt. Nun setzt man vorsichtig die ausgestochenen Kleeblätter mit dem Stiel nach unten nebeneinander in die Teigmasse und drückt sie vorsichtig an.




Mit viel Gefühl befüllt man nun den Raum um die Kleeblätter mit Teig - am besten gelingt dies portionsweise mit 2 TL. Fortfahren, bis alles bedeckt ist.



Im auf 180°C vorgeheizten Ofen (Umluft) für etwa 35 - 40 Minuten gebacken. Stäbchenprobe durchführen - wenn kein Teig hängen bleibt, Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollkommen auskühlen lassen. Bei der Stäbchenprobe ist hier allerdings besondere Vorsicht geboten: sticht man unglücklich hinein, kann es passieren, dass das Motiv im Kuchen beschädigt wird (ist mir diesmal passiert und ein Kuchenstück hatte einen Schaschlik-Spieß-Abdruck :D)



Für die Dekoration:

vegane Blockschokolade oder eine andere vegane Kuchenglasur
7 Haribo Pasta Basta FruityMix Regenbögen
grünes Fondant (z.B. von Dr Oetker)

außerdem:
1 Föhn mit Kaltluftfunktion
2 Schaschlik-Spieße
2 Haushaltsgummis
Hilfe einer 2. Person

Ist der Kuchen abgekühlt, wird er mit einer Schokoladenglasur umhüllt - bei mir war es diesmal eine aus einfacher veganer Blockschokolade, die ich mit ein paar Buttons Kakaobutter überm Wasserbad geschmolzen habe.

Nun kommt der etwas "schwierigere Teil" des Dekorierens, den ich nur mit Hilfe eines Föhns - ja, richtig gelesen: FÖHN! (der Einfall kam spontan) - und einer  3. + 4. Hand bewerkstelligen konnte: das Aufsetzen der Regenbögen.

Zunächst habe ich die 2 Schaschlik-Spieße an den Enden jeweils mit den Haushaltsgummis fixiert - allerdings so, dass ein Freiraum von ca. 1,5 cm bleibt. In diesen Freiraum habe ich nun die in der Mitte zusammen gedrückten und so zu Bögen geformten Pasta Basta FruityMix Streifen geklemmt und auf die noch feuchte Schoko-Glasur Mittig auf den Kuchen platziert (es stört nicht weiter, wenn die Schaschlik-Spieße auf der feuchten Schokolade aufliegen - das kann später nachgebessert werden). Jetzt kommt Person 2 mit dem Föhn zum Einsatz: da das alles so schon ne sehr wackelige und glitschige Angelegenheit ist und bevor alles auseinanderfällt, föhnt Person 2 die Schokolade nun mit genügend Abstand etwas trocken, sodass die Regenbögen von alleine stehen können. Nun die Hilfskonstruktion entfernen und mit einem Zahnstocher eventuelle Schäden (und die Verbindung Schokoglasur - Regenbogen) mit flüssiger Schokolade und einem Zahnstocher reparieren bzw. nachbessern. Vollständig trocknen lassen.

Grünes Fondant ausrollen und ebenfalls Shamrocks ausstechen. Diese auf die vollständig getrocknete Glasur kleben (dazu den Fondant etwas anfeuchten).

Servieren, anschneiden und sich überraschen lassen :)




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Sonntag, 15. März 2015

Frischkäse mit Bärlauch

Bis vor einem Jahr habe ich Bärlauch gehasst - ohne ihn jemals probiert zu haben. Ich glaube, ich hasse ziemlich viele Dinge, ohne sie jemals probiert zu haben. Beim Rhabarber wars ja genau so. Komisch. Dafür habe ich schon immer Rosenkohl und Spinat geliebt.

Zurück zum Bärlauch - letztes Jahr habe ich ihn für mich entdeckt und mich in ihn verliebt. Glücklicherweise wächst er jetzt wieder, praktischerweise genau vor meinem Balkon.

Beim Einkaufen am Freitag hatte ich ein Glas veganen Brotaufstrich mit Bärlauch in der Hand - kaufen... nicht kaufen? Zutatenliste lesen... ähm nö! Zurück mit dir ins Regal.

Wieder zuhause, gleich in den Garten ab zum Bärlauch pflücken, dann in die Küche zum Frischkäse mixen:


200g Tofu natur
4 EL Öl (Sonnenblume oder Raps)
3 EL Zitronensaft
1 TL Salz
Einige Blätter Bärlauch, Menge nach Belieben, in kleine Stückchen geschnitten.

Alles mit Hilfe eines Pürierstabes zu einer glatten Masse mixen und einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Ich würde den Frischkäse in ein Glas mit Schraubverschluss (oder ein Weckglas) geben, damit nicht alles im Kühli am Ende nach Bärlauch riecht bzw. schmeckt.

Ich habe dieses Jahr so viel vor mit dir, Bärlauch!


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