Donnerstag, 22. Oktober 2015

Pizza-Sauce ''Ratatouille''

Da es dieses Jahr bei uns im Garten so viel an Zucchini, Tomaten, Zwiebeln und Auberginen gab, dass man es hätte gar nicht alles (frisch) aufessen können, beschloss ich also, dass die beste Möglichkeit sei, all das wunderbare Gemüse haltbar zu machen, das Einkochen ist.
Seit längerer Zeit verwende ich für meine Pizzen Fertigsaucen aus dem Glas - bevorzugt von Alnatura "Vegetarische Bolognese mit Gemüse". Zeit, sie selbst zu machen!


Für 4 Liter Pizza-Sauce "Ratatouille" braucht man:

3kg reife Tomaten
1,5kg Zucchini
500g Auberginen
500g roter Paprika
150g Zwiebeln
Frischer Basilikum, Menge nach Belieben
1 EL Rosmarin (getrocknet)
1 EL Thymian (getrocknet)
1/2 TL Knoblauch, getrocknet (eigentlich mag ich kein Knoblauch, ansonsten: Knoblauch nach Belieben)
Olivenöl,
Salz, Pfeffer
evtl. 1/2 Tube Tomatenmark


Zubereitung:

Aubergine, Paprika, Zucchini und Tomaten gegebenenfalls waschen.
Auberginen in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser einlegen. Paprika in etwa 1,5cm lange, schmale Streifen schneiden. Zucchini halbieren und in feine Scheiben schneiden. Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Zwiebel in feine Würfelchen schneiden. Basilikum fein hacken.

In einem großen Topf ca. 6 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln, (den Knoblauch), und die Kräuter darin kurz andünsten. Paprika und Zucchini zugeben und unter ständigem Rühren anbraten. Auberginen abgießen und in den Topf geben, weiter braten und rühren. Nach und nach die Tomatenwürfelchen zugeben.

Mit Salz, Pfeffer, getrocknetem Knoblauch,  abschmecken und auf kleiner Flamme etwa 15 - 20 Minuten kochen. Ab und zu probieren - wem es nicht "tomatig" genug ist, kann während der Kochzeit noch etwas Tomatenmark zufügen (bei mir wars etwa 1/2 Tube). Eventuell zum Schluss nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Haltbarmachen:

Vorbereitung:
8 Einkochgläser "Tulpenform" von Weck mit je 1/2l Fassungsvermögen (und passendes Zubehör: je 8 Einkochringe, 8 Glasdeckel und mindestens 16 Einkochklammern)
Einkochtopf mit Thermometer
1 Glasheber


Die Gläser und Deckel heiß auswaschen (bzw. für 10 Minuten in kochend heißes Wasser legen). Einkochringe in heißem Wasser-Essig-Gemisch aufkochen. ACHTUNG: heiß!


Das Einkochen:
Das heiße Ratatouille in die Gläser füllen, den Gummiring auf den Glasdeckel legen und das Glas verschließen. Mit den Klammern fixieren. 7 Gläser (mehr passen nicht rein, ohne sie stapeln zu müssen = mehr Wasser benötigt), auf das Gitter in den Einkochtopf (von Weck) stellen, mit heißem Wasser auffüllen, bis die Gläser ca. zu 2/3 im Wasser stehen. Deckel zu - Herdplatte an. Zeigt das Thermometer 100°C an, für 20 Minuten einkochen. Gläser mit dem Glasheber aus dem Topf holen - ACHTUNG: heiß! - und auf der Arbeitsplatte vollständig auskühlen lassen (am besten über Nacht). Erst dann die Klammern entfernen und vorsichtig prüfen, ob der Deckel "fest" sitzt. Falls der Deckel sich löst: Einkochvorgang wiederholen.

Ich habe das Glück, zusätzlich einen kleinen Wecktopf zu besitzen, in dem ich das übrig gebliebene 8. Glas zeitgleich einkochen konnte.

Falls man keinen Einkochtopf besitzt, kann man auch im Ofen einkochen - damit habe ich allerdings keinerlei Erfahrung und kann daher nicht sagen, wie genau das geht.


Den ersten Einsatz auf einer Pizza hatte sie schon - eine Menge ist ausreichend für 1 Blech - oder 3 Pizzen mit 28cm Durchmesser. Und ich muss sagen: oh mein Gott, ist die LECKER!


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Sonntag, 18. Oktober 2015

Vegane Käsespätzle 2.0

Absolutes Lieblingsgericht aus meiner Kindheit: Käsespätzle!

Schon zig mal versucht, sie "irgendwie" zu veganisieren und hätte fast (für immer) aufgegeben. Aber den letzten Versuch kann man als Volltreffer bezeichnen. Zwar fehlen mir die extralangen Käsefäden dennoch irgendwie, aber geschmacklich halten diese mit denen aus meiner Kindheit auf jeden Fall mit!



Aus Gründer der Faulheit und weil ich diese Spätzle wirklich, wirklich, wirklich lecker finde, habe ich wiederholt (ja, ich gebe es zu!) auf die veganen Spätzle von Settele zurückgegriffen.

Selbstverständlich kann man die Spätzle auch selbst herstellen, bisher sind meine Versuche allerdings sehr matschig geworden (aber trotzdem lecker) - ich muss wohl noch das richtige Verhältnis von Mehl & Hartweizengrieß herausfinden :D


Vegane Käsespätzle (für 2 Portionen - oder, wenn man besonders hungrig ist: 1)

Spätzle
1 Packung vegane Spätzle (Fertigprodukt, hier: Settele)
1 EL Deli Reform Pfefferschmalz
2-3 EL Wasser
evtl. Salz und Muskat

Deli in der Pfanne schmelzen, Spätzle und Wasser zugeben und gut anbraten. Mit Salz & Muskat würzen.


Käse-Sauce
100 - 150ml Hafercuisine (z.B. von Oatly, oder andere Pflanzencuisine)
2 EL Hefeflocken
150 - 200g Violife "Mozzarella" (noch besser schmecken die Käsespätzle, wenn man den Violife "Mozzarella" und den Violife "Pizza" im Verhältnis 1:1 mischt)
evtl. Pfeffer, Muskat

In einer Pfanne die Hafercuisine erwärmen und den Käse darin auflösen. Hefeflocken zugeben und gut vermengen - evtl. etwas mehr Hafercuisine zugeben, falls die Masse zu fest wird. Sie sollte eine cremige Konsistenz haben. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken.


Die Spätzle zu der Käsesauce geben und alles gut mischen.


Röstzwiebeln
1/2 Zwiebel in feine Würfel schneiden.
In einer Pfanne 1-2 EL Rapsöl mit Buttergeschmack (z.B. "Albaöl") erhitzen und die Zwiebelwürfelchen darin dunkel anbraten.


Servieren
Die Käsespätzle mit den Röstzwiebeln bestreuen. Dazu passt grüner Salat.




Syrahs Käsetipp:
Den Violife Käse bestelle ich in großen Mengen bei boutique vegan.
Mit dem Reibeinsatz meiner Küchenmaschine reibe ich diesen in feine Streifen, mische die Sorten "Mozzarella" und "Pizza" im Verhältnis 1:1 und friere diese in 200g portioniert ein.
Mit dieser Mischung bestreue ich meine Pizzen (direkt auf die Tomatensauce gegeben, und dann erst die restlichen Zutaten darauf legen, etwas Käse zusätzlich oben auf die Pizza streuen) und in Hefeschmelz aufgelöst werden damit Aufläufe und Gratins überbacken.
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Montag, 12. Oktober 2015

Zwiebelkuchen 2.0

Es ist Herbst, die Blätter werden bunt und im Garten ist größtenteils alles abgeerntet.
Zeit, aus den gewachsenen Vorräten etwas leckeres zu backen: Zwiebelkuchen!



Für eine 28cm Springform

Vorbereitung: Sojajoghurt muss mindestens 8 Stunden abtropfen


Hefeteig:
450-500g Mehl
1 Tütchen Trockenhefe
250ml Sojadrink naturell (ohne Zuckerzusatz)
1 TL Salz
90g Alsan oder Margarine (z.B. Deli Reform)

Das Mehl mit dem Salz und der Trockenhefe vermengen. Sojadrink lauwarm erwärmen und die Alsan darin auflösen. Sojadrink-Alsan-Gemisch zu der Mehlmischung geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort 30 Minuten (oder länger) gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.

Füllung:
500g Zwiebeln, in Würfel geschnitten
2 EL Öl mit Buttergeschmack (z.B. von Alba o. Teutoburger Ölmühle)
500g Sojajoghurt von Provamel, über Nacht durch ein Tuch abgetropft
1 Päckchen Sojasahne von Cre Soy
50g Mehl
1 EL Kümmel (oder mehr)
Salz
Pfeffer

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
In eine große Schüssel geben und mit dem Mehl vermischen.
In einer separaten Schüssel den abgetropften Sojajoghurt mit der Sojasahne vermengen, Kümmel dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Joghurt-Sahne-Mischung zur Zwiebel-Mehl-Mischung geben und alles gut vermengen, eventuell nochmal abschmecken und nachwürzen.

Die Springform einfetten und mit dem ausgewellten Hefeteig auslegen. Die Füllung auf dem Teig verteilen und bei 200-220°C etwa 40-50 Minuten im Backofen backen.

Noch warm oder kalt servieren; schmeckt auch wieder aufgewärmt einfach fabelhaft!
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